am Ende

Ich kann hier nicht mehr. Es ist gerade furchtbar zu Hause. Ich will nicht mehr weinen.

Sollen sie sich doch gegenseitig umbringen, ich weiß ja, dass sie das gern tun würden, dann hätte ich meine Ruhe.

Es wird zu viel von mir erwartet. Er erwartet nämlich tatsächlich, dass ich eine Seite wähle. Und denkt, ich bin auf ihrer Seite.

Ich bin auf keine Seite, ich hasse und liebe sie beide gleich. Vor allem hasse ich sie beide gleich. Aber was kann ich tun? Nichts, und das macht meinen Hass und meine Wut auf sie beide nur noch größer.

Warum schreibe ich das? Es ist mir eigentlich furchtbar unangenehm und peinlich, dass ich zwei Verrückte als Eltern habe, und es macht mich so traurig, ich kann das mit Worten gar nicht ausdrücken, wie sehr, dass ich nicht sich liebende Eltern haben kann.

Wahrscheinlich gibt es sowas wie Liebe gar nicht. Freundschaft gibt es, und ein Pflichtgefühl der Familie gegenüber. Aber wie kann man denn noch an Liebe glauben, wenn der eigene Vater einen am liebsten verstoßen würde, weil man nicht dulden kann, dass er die Mutter als Psychopatin bezeichnet?

Das hier ist mein einziges Ventil. Ich kann das niemandem mündlich erzählen, denn die Schmerzen, die dabei habe, wenn ich versuche, davon zu reden, lähmen mich. Also, ich KANN wirklich nicht darüber reden, körperlich.

Und schreiben,anrufen, besuchen meiner Anlaufstellen geht jetzt im Moment nicht, weil sie alle woanders sind.

Deshalb schreibe ich das.

Und wenn ich weiter darüber nachdenke, gibt es noch einen anderen Grund : ich möchte etwas, das mich daran erinnert, ihnen das nie mehr zu verzeihen.

Den Beiden, nicht euch. Ihr könnt ja nichts dafür, ich weiß das. Ich weiß auch, dass ihr mich nie so sehr leiden lassen werdet. Das werden wir alle einfach nicht zulassen.

14.7.07 15:58

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