Hör zu

Lang habe ich es gesucht

jetzt habe ich es gefunden.

Es ist die Ruhe.

Der Sturm ist überwunden.

Es war ein weiter Weg,

so ein weiter Weg,

viele Steine hab ich auf die Seite gelegt.

Da waren so viele Wellen,

sie haben mich rauf und runter geworfen.

Ich hab nicht mehr gewusst wo hin;

gibts da wen der mich braucht,

dem ich vertrauen kann?

Ich weiß, die nächste Welle kommt bestimmt,

 aber ist es nicht so,

dass der Starke gegen den Schwachen gewinnt?

Hör gut zu,

spürst du die Ruhe?

Hör gut zu,

spürst du die Ruhe in mir?

Spürst du die Ruhe in dir?

Jetzt steh ich da und schau ins Licht,

da ist nichts mehr,

vor dem ich mich fürchte.

Ich kann und ich will nicht mehr verlieren.

Ich kenne meine Grenzen,

und die sind zu akzeptieren.

Es ist, wie es ist,

ich kann nur ich sein.

Und nicht mehr.

Ich habe versucht so zu sein wie irgendwer.

Aber dann hab ich mich gefragt:

Wer bin ich, wer?

Wo will ich hin?

Was gibt meinem Leben einen Sinn?

Eigentlich eine dumme Frage,

weil ich hab schon immer gewusst was ich mag.

Hör gut zu,

spürst du die Ruhe?

Hör gut zu,

spürst du die Ruhe in mir?

Spürst du die Ruhe in dir?

Ich will weiter gehen auf meinem Weg,

Stück für Stück,

das ist meine Mission.

Nur mit dir kann ich mich spüren,

nur in dir kann ich mich verlieren.

Nur für dich mach ich auf,

für dich nehme ich alles in Kauf.

Hör gut zu,

spürst du die Ruhe?

Hör gut zu,

spürst du die Ruhe in mir?

Spürst du die Ruhe in dir?

1 Kommentar 17.7.07 12:14, kommentieren

am Ende

Ich kann hier nicht mehr. Es ist gerade furchtbar zu Hause. Ich will nicht mehr weinen.

Sollen sie sich doch gegenseitig umbringen, ich weiß ja, dass sie das gern tun würden, dann hätte ich meine Ruhe.

Es wird zu viel von mir erwartet. Er erwartet nämlich tatsächlich, dass ich eine Seite wähle. Und denkt, ich bin auf ihrer Seite.

Ich bin auf keine Seite, ich hasse und liebe sie beide gleich. Vor allem hasse ich sie beide gleich. Aber was kann ich tun? Nichts, und das macht meinen Hass und meine Wut auf sie beide nur noch größer.

Warum schreibe ich das? Es ist mir eigentlich furchtbar unangenehm und peinlich, dass ich zwei Verrückte als Eltern habe, und es macht mich so traurig, ich kann das mit Worten gar nicht ausdrücken, wie sehr, dass ich nicht sich liebende Eltern haben kann.

Wahrscheinlich gibt es sowas wie Liebe gar nicht. Freundschaft gibt es, und ein Pflichtgefühl der Familie gegenüber. Aber wie kann man denn noch an Liebe glauben, wenn der eigene Vater einen am liebsten verstoßen würde, weil man nicht dulden kann, dass er die Mutter als Psychopatin bezeichnet?

Das hier ist mein einziges Ventil. Ich kann das niemandem mündlich erzählen, denn die Schmerzen, die dabei habe, wenn ich versuche, davon zu reden, lähmen mich. Also, ich KANN wirklich nicht darüber reden, körperlich.

Und schreiben,anrufen, besuchen meiner Anlaufstellen geht jetzt im Moment nicht, weil sie alle woanders sind.

Deshalb schreibe ich das.

Und wenn ich weiter darüber nachdenke, gibt es noch einen anderen Grund : ich möchte etwas, das mich daran erinnert, ihnen das nie mehr zu verzeihen.

Den Beiden, nicht euch. Ihr könnt ja nichts dafür, ich weiß das. Ich weiß auch, dass ihr mich nie so sehr leiden lassen werdet. Das werden wir alle einfach nicht zulassen.

1 Kommentar 14.7.07 15:58, kommentieren

der Wind, der Berg und das Gras

"Sie her!", sagte er zu ihr. "Sieh, was ich getan habe für dich! Ich habe mir das Wissen angeeignet, das du so schätzt. Nun bin ich auch stärker, stark genug um dich vor Gefahren zu schützen. Ich lache viel öfter als früher, ebenso, wie du es dir gewünscht hast. Meine Schwächen, meine Ängste, ich habe sie überwunden. Die Vorlieben, die nicht die deinen waren, ich habe sie hinter mir gelassen. Ich änderte meinen Namen, ich änderte mein Gesicht. Alles habe ich getan, nur für dich."

Sie sah ihn voller Verachtung in den Augen an. "Nicht das ist es, was ich mir wünschte."

"Was dann?"

Sie sah ihn lange an, und beschloss, es ihm ein letztes Mal zu sagen, um ihm, der sie bewunderte, für den sie aber nichts empfand, außer Abscheu, dann für immer den Rücken zu kehren.

"Ich wollte jemanden, der immer schon so war, wie du nun versuchst zu sein. Jemanden, der sich von mir nicht biegen lässt, sich schon gar nicht freiwillig biegt. Sieh, ich suche nach einem Berg, den ich, der Wind, kann toben wie er will, er wird sich nicht in die Knie zwingen lassen. Ich suche nach Stärke an der ich mich messen kann, die ich dann zu meiner werden lassen kann. Ich suche nach einem Fels in der Brandung, der sich von so etwas unbestädigem wie den Wellen niemals bewegen lässt. Ich suche die Ruhe im Sturm, um selbst ruhig zu sein, auch wenn ich tobe. Denn, du musst verstehen, ich bin der Wind, ich bin die Wellen. Ich komme und gehe, ohne etwas dagegen tun zu können, es liegt in meiner Natur. Ich tobe oder schmeichle, manchmal Beides, zur selben Zeit. Ich suche jemanden, den das nicht zerstört."

"Ich kann es sein für dich, der Berg, der Fels, die Ruhe im Sturm."

"Nein," sagte sie, ohne jedes Gefühl in ihre Stimme zu legen, als wäre sie gar kein Mensch, sondern wirklich der Wind. "Du bist wie das Gras. Es biegt sich in die Richtung, aus der der stärkere Wind kommt, stirbt bei zu großer Kälte oder Hitze. Ich würde dich zerstören. Ich denke sogar ", sagte sie, und blickte in noch einmal mit unergründlichen Augen, in denen kein Gefühl zum Ausdruck kam, an, "dass ich das schon getan habe. Ich wollte es nicht. Du dachtest, man kann mit mir um meine Liebe feilschen.

Nun bleibst du zurück, zerschmettert wie du bist, nicht mehr der, der du einmal warst, während ich dazu verdammt bin, weiter zu laufen, ohne zu wissen, ob mein Ziel existiert. Ich muss leiden; du hast dir dein Leid selbst zuzuschreiben."

So ging sie, und er glaubte ihr ihren letzten Satz, denn er war wie das Gras, dachte selbst nicht nach, bog sich nur so, wie es dem Wind beliebte. Der Berg hätte gewusst, dass niemand etwas dafür kann, was die eigene Liebe von einem verlangt.

Doch sie war nur der Wind ; woher hätte sie es wissen sollen?  "

2 Kommentare 4.7.07 00:28, kommentieren

In wildem Wasser

"Die eine bekommt Rettungsringe zugeworfen, die andere krault, im festen Glauben, auf ein Ufer zuzuschwimmen,und ebendort befinden sich längst die Dritte. Nur ich treibe allein zwischen den hohen Wellen, und fürchte mich vor dem Ertrinken. Ich will nicht für immer und ewig in die kalte Tiefe gezogen werden, von jedem vergessen. Doch schwimmen kann ich nicht, nur treiben. Deshalb hoffe ich, dass keine Welle zu hoch wird. Ich weiß, niemand wird mich retten. Das sichere Ufer liegt in weiter Ferne. Warum kommt denn niemand? Vielleicht ist jeder zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Oder ich bin jedem gleichgültig. Nein, wenn niemand kommt, der mich rettet, will ich nicht ans Ufer.Dann will ich lieber weiter treiben, und vergessen, bevor ich vergessen werde."

3 Kommentare 2.7.07 23:23, kommentieren

Quellwolken

Gefreut habe ich mich, auf schöne sonnige Tage. Und was ist jetzt? Quellwolken.

Und ich meine nicht nur das Wetter.

Alles oder nichts, das denke ich oft. Wenn ich also von Anfang an weiß, dass nichts sein wird, gebe ich nunmal nicht alles.

Ansonsten wär ich manchmal lieber der Blechmann als Dorothy...so ohne Herz lebt es sich sicher einfach.

Doch kurz vor der Gleichgültigkeit, bevor in mir alles eiskalt wird, gibt es irgendeinen Faden, so ähnlich wie das Sicherheitsseil beim Klettern, der mich zurück zieht. Ich weiß nicht ob ich diesen Faden mag oder nicht. Wahrscheinlich ist es gut dass es ihn gibt, aber, wie gesagt, ohne ihn lebte es sich leichter.

2.7.07 10:27, kommentieren

schwarzer Hund, grünes Gras und die Sonne...

Ich warte gerade. Spiele ein paar CDs auf meinen Mp3 Player...

Dann mit meiner Familie in den riesigen Garten der Großeltern. Ein wunderschöner Rasen. Und ein sehr verschmuster (schreibt man das so?^^), ebenfalls riesiger (=Kalb) schwarzer Hund.

Mein Opa hat mir gestern seinen alten Hut geschenkt^^

Noch etwas staubig, doch darum liebe ich ihn fast noch mehr.

Ich werde mich dann in die Sonne legen...für mich kein Problem, ich werde weder rot, noch besonders braun.

Würde zwar gern meine Blässe behalten, ich liege aber viel zu gern in der Sonne.

Ich wünsche euch auch einen so schönen, verträumten Tag!

1.7.07 13:56, kommentieren

Black Hair

Ich möchte, dass einmal jemand genauso so sehr für meine schwarzen Haare schwärmt wie Nick Cave in "Black Hair".

Vier neue Alben von Nick Cave...obwohl, das letzte ist ja von Grinderman.

Das beweist dass ich nicht mit Geld umgehen kann.

Ich suche jetzt nach grünen Augen...obwohl mich in den letzten Tagen eher blaue Augen fasziniert haben ^^

Auch nach schwarzem Haar und einer schwarzen Seele.

Green eyes...
Green eyes, green eyes
Green eyes, green eyes
Green eyes, green eyes

http://www.youtube.com/watch?v=uHdNCHomHlU

 

2 Kommentare 30.6.07 18:40, kommentieren